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Eine pädagogische Hochschule ist keine Lösung für den Lehrkräftemangel

Zu den Vorschlägen des SPD-Landesvorsitzenden und -Spitzenkandidaten Steffen Krach, die Lehrkräftebildung aus den Berliner Hochschulen herauszulösen und in eine Pädagogischen Hochschule zu überführen, erklärt Tobias Schulze, Fraktionsvorsitzender und wissenschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin: 

„Die SPD im Senat hat die Einrichtung einer Pädagogischen Hochschule immer abgelehnt zu Recht. Während die bestehenden Hochschulen gerade um einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr gekürzt wurden, ist die Forderung nach einem Aufbau einer komplett neuen Universität, bar jeder Realität. Das wäre teuer, aufwendig und ineffizient. Weder hat der Senat das Geld dafür, noch ist das Herauslösen organisatorisch machbar. Die Pädagogische Hochschule Berlin wurde 1980 aus guten Gründen aufgelöst und in die Universitäten integriert.“

Franziska Brychcy, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion fügt hinzu:

„Dass ausgerechnet der Spitzenkandidat der SPD, deren Wissenschaftssenatorin und Fraktion maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass 850 Mio. EUR aus den Hochschulverträgen bis 2028 sowie beide Sonderprogramme für Lehrkräftebildung im Umfang von 38 Mio. EUR komplett gestrichen wurden, jetzt die Nebelkerze für eine pädagogische Hochschule zündet, ist eine bodenlose Frechheit!

Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in der Lehrkräftebildung war gerade angestiegen, maßgeblich aufgrund der beiden Sonderprogramme für Lehrkräftebildung. Deren Streichung durch die schwarz-rote Koalition ist ein schwerer Rückschlag für die Lehrkräftebildung in Berlin!

Wir brauchen keinen jahrelangen Aufbau einer Pädagogischen Hochschule! Wir müssen bestehende Strukturen der Schools of Education an den Berliner Universitäten finanziell gut ausstatten statt unsere Hochschulen kaputt zu sparen!“

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