Bildungspolitik mit Franziska Brychcy

Franziska Brychcy steht vor einer Hauswand an der ein Schild mit "Schule ohne Rassismus Schule mit Courage" hängt.

Liebe Bildungsinteressierte,

zum Beginn des neuen Schuljahres melde ich mich bei Ihnen mit Neuigkeiten zur Personalausstattung an den Berliner Schulen sowie mit einem Fall aus Steglitz-Zehlendorf, welcher symptomatisch für die fehlgeleitete Bildungspolitik des Berliner Senats aus CDU und SPD steht.

Ich wünsche allen Schüler*innen, ihren Familien sowie an den Schulen Beschäftigten einen guten Schulstart sowie allen Erstklässler*innen diesen Samstag eine gute Einschulung.

Bei Nachfragen, Anmerkungen oder konkreten Problemen können Sie sich, wie immer, gerne per E-Mail an mich wenden, unter brychcy@wk.linksfraktion-berlin.de.

 

Ihre Franziska Brychcy

 

Introbild: Ben Gross

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Aktuelles aus der Berliner Bildungspolitik

Lehrkräfteausstattung zum Schuljahr 2026/27

 

 

Ausstattung im Ganztag

 

 

Bildungsgerechtigkeit statt Campuslösung!

 

Mit der Versendung der Bescheide für die Vergabe von Oberschulplätzen, erhielten einige Familien in Steglitz-Zehlendorf unerwartete Neuigkeiten. Statt an einer der drei angegebenen Wunschschulen, sollten ihre Kinder ab diesem Schuljahr auf eine Schule gehen, die gar nicht zur Wahl gestanden hatte. Der Grund: das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat zum laufenden Schuljahr zwei siebte Klassen, welcher der Max-von-Laue-Oberschule zugeordnet sind, an dem … Kilometer entfernten Oberstufenzentrum (OSZ) Louise-Schroeder-Schule eingerichtet. Dort lernen die insgesamt … Kinder ohne echte Anbindung an den Schulalltag an ihrer Stammschule und mit wenig Kontakt zu Gleichaltrigen, da Schüler*innen an Oberstufenzentren in der Regel bereits deutlich älter sind. Gleiche Bildungschancen genießen die Siebtklässler*innen nicht, stattdessen sind ihre Möglichkeiten, bspw. an Ganztagsangeboten an ihrer Schule teilzunehmen, stark eingeschränkt. Die betroffenen Familien, wie auch die Schulgemeinschaft der Max-von-Laue-Oberschule zeigten sich dementsprechend bestürzt und forderten in einem offenen Brief die Rücknahme der fragwürdigen Entscheidung durch die zuständigen Schulstadrätin Malgorzata Sijbrandij (CDU). 

Wir als Linke haben diese Forderung unterstützt und uns für eine bessere Anbindung der beiden siebten Klassen, beispielsweise durch eine Campuslösung mit den die Max-von-Laue-Oberschule umgebenden Gymnasien, an denen zum Teil noch Schulplätze frei sind, eingesetzt. Gleichzeitig steht dieser Fall symptomatisch für die fatalen Auswirkungen der Neuregelung des Zugangs zum Gymnasium durch die Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). Diese hatte den Zugang zum Gymnasium erheblich erschwert, indem seit vergangenem Schuljahr nur noch die Noten in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache für die Erteilung der Gymnasialempfehlung ausschlaggebend sind und indem Schüler*innen, die trotz fehlender Empfehlung auf ein Gymnasium gehen möchten, den sogenannten “Probeunterricht” absolvieren müssen, ein eintägiges Verfahren aus mehreren schriftlichen Tests, welches wiederholt nur weniger als drei Prozent der teilnehmenden Kinder bestanden. 

In der Konsequenz sind in Steglitz-Zehlendorf, wie auch in anderen Bezirken, zahlreiche Integrierte Sekundarschulen (ISS) und Gemeinschaftsschulen übernachgefragt, während Plätze an den Gymnasien frei bleiben. Das verschärft die Bildungsungerechtigkeit und ist für uns als Linke nicht hinnehmbar! Statt die Segregation nach der Grundschule weiter zu forcieren und damit soziale Spaltung zu befördern, wollen wir mehr Gemeinschaftsschulen schaffen, an denen alle Kinder und Jugendliche von der ersten Klasse bis zum Schulabschluss gemeinsam gut lernen können. Zusätzlich wir, bis dahin, beim Übergang von der Grundschule die Entscheidung über die Gymnasialempfehlung in einer Klassenkonferenz der zuständigen Pädagog*innen, welche die Kinder gut kennen und einschätzen können, erfolgen lassen. Für mehr Bildungsgerechtigkeit, statt Segregation und Leistungsdruck!

 
 

Aktuelles aus der Berliner Bildungspolitik

 
 

Impressum

Franziska Brychcy
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin
Telefon: +49 (30) 37473442
brychcy@wk.linksfraktion-berlin.de

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